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Sind Fragen aufgetaucht?

Wird man von CBD high?

Nein. Reines CBD beeinflusst weder die Wahrnehmung noch die Auffassungsgabe. Es soll eine entspannende Wirkung haben. CBD verursacht keinen Rauschzustand, im Gegenteil: Es hilft, die Wirkung von THC zu dämpfen. Oder anders: Je mehr CBD ein Gras enthält, desto mehr müssen Kiffer für den gleichen Rausch zahlen. Dies ist der Grund dafür, dass das CBD-Gras in der Szene auch «Hippie’s Disappointment» (Hippie-Enttäuschung) genannt wird.

Warum sollte man CBD verwenden?

CBD soll beruhigen und entspannen. Seine medizinische Wirkung ist derzeit zwar nicht vollends ausgereift aber Wissenschaftler vermuten, dass das legale Gras gegen verschiedene Krankheiten einsetzbar ist. So soll der Konsum von CBD gegen Schmerzen, Krämpfe, Entzündungen, Angststörungen sowie Übelkeit helfen. Ferner werden CBD-Therapien gegen Epilepsie, Schlafstörungen, Psychosen, Depressionen und sogar Krebs diskutiert und erforscht. Zu den Kunden von CBD gehören neben Kranken und Neugierigen auch Kiffer, die vom Rausch wegkommen wollen. Dank des CBDs müssen sie nicht auf den Geschmack verzichten, behalten aber einen klaren Kopf.

Ist CBD eine Medizin?

Jein. Aus gesetzlichen Gründen darf man in der Schweiz für CBD keine spezifischen Heilversprechen abgeben. CBD wird im freien Handel lediglich als Tabakersatz- oder Rohstoff verkauft. Als Tabakersatz wird CBD gleich besteuert wie Zigaretten (25 Prozent Tabaksteuer plus Mehrwertsteuer). Wie bei Zigaretten ist die Verpackung mit einem Warnhinweis versehen, welcher die Verantwortung dem Konsumenten überlässt. Auf Rezept erhält man CBD nur von einem anerkannten Arzt unter strengen Auflagen.

Kriegt man CBD auf Rezept?

Ärzte dürfen CBD nur unter strengen Auflagen als Medikament (z.B. für Epileptiker) verschreiben. Allerdings gibt es in der ganzen Schweiz bisher nur eine Apotheke, die Cannabis als Arzneimittel verkaufen darf. Die Medikamente sind jedoch sehr teuer und werden nur in Ausnahmefällen von der Grund- oder Zusatzversicherung übernommen. Patienten sollten in jedem Fall vor einer Therapie eine Kostengutsprache bei ihrer Krankenversicherung einholen.

Ist CBD rsp. CBD-Hanf gefährlich?

Reines CBD hat laut Fachleuten weder psychische noch physische Folgen. Was jedoch den CBD-Hanf betrifft, wird insbesondere jungen Menschen vom häufigen Konsum abgeraten. Auch wenn ein CBD-Joint nur geringe Mengen THC enthält: Ähnlich wie bei Alkohol kann sich früher, regelmässiger Konsum ungünstig auf die geistige Entwicklung auswirken. Ausserdem: Wie alle Tabakwaren können auch CBD-Zigaretten nikotinsüchtig machen sowie Lungen- und Herzkreislaufkrankheiten hervorrufen. Da CBD die Schutzfunktion der Plazenta beeinträchtigen kann, sollen Schwangere auf CBD verzichten.

Was passiert bei einer Polizeikontrolle?

Bisher war für die Unterscheidung von legalem und illegalem Hanf eine aufwändige, teure Laboruntersuchung nötig. Neuerdings kann die Polizei bei Kontrollen einen Schnelltest durchführen. Liegt der THC-Gehalt unter einem Prozent, erhält man das Gras zurück. Liegt der Wert drüber, wird eine Ordnungsbusse von 100 Franken fällig. Dies jedoch – je nach Kanton – erst ab einer mitgeführten Menge von 10 Gramm. Heikel kann es auch für Autofahrer werden, die nach ein paar CBD-Joints am Steuer erwischt werden. Das in CBD-Hanf enthaltene THC kann je nach konsumierter Menge den erlaubten Blut-Grenzwert (1,5 Mikrogramm THC pro Liter Blut) überschreiten und fahruntüchtig machen. Es drohen Geld- oder Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren.

Mit CBD in die Ferien?

Besser nicht. In den meisten europäischen Nachbarländern gelten THC-Grenzwerte von 0,3 Prozent. Das kann beim Grenzübertritt zu einer bösen Überraschung führen. Wer z.B. in Österreich mit Hanf-Zigis erwischt wird, riskiert eine Geldstrafe oder gar eine Freiheitsstrafe von bis zu sechs Monaten. Besonders streng ist die Gesetzgebung in Frankreich, wo die Produktion von CBD-Hanf verboten ist. Wer dort erwischt wird, muss mit einer Haftstrafe von bis zu einem Jahr und einer Busse von mehreren tausend Franken rechnen.

Macht CBD abhängig?

Gemäss einem Report der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom November 2017 konnte in Tierversuchen bisher auch keine «körperliche Abhängigkeit» nachgewiesen werden. Und der für eine Sucht typische Effekt, dass immer mehr von der Substanz für die gleiche Wirkung gebraucht wird, wurde ebenfalls nicht beobachtet.

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